Roberto Goyeneche

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Roberto Goyeneche

* 1926   + 1994

Roberto Goyeneche war in den 50er Jahren DER Sänger schlechthin – genannt  „Voz de Tango“. In der lokalen Musikszene von Buenos Aires war er eine lebende Legende.

Seine ausdrucksstarken Phrasierungen, seine Art mit der Stimme umzugehen, seine Persönlichkeit, sein Eindringen in den Kern eines Tangos unterschieden ihn von vielen anderen Interpreten. Er spielte mit Akzenten und Pausen, mit Verzögerungen und mit geflüsterten Textzeilen.

All das machte ihn unverwechselbar. Sogar im Alter, als seine Stimme schon nachließ, war seine Darbietung perfekt, und er war ungemein populär.

Im Alter von 18 Jahren trat Roberto Goyeneche dem Orchester von Raúl Kaplún bei, nachdem er einen Wettbewerb gewonnen hatte, und gab kurz darauf sein Debüt in einer Live-Performance auf Radio Belgrano. 1952 tat er sich zusammen mit Horacio Salgán und 1956 mit Aníbal Troilo.  Ab 1963 trat er als Solosänger auf und nahm als erster Balada Para Un Loco von Astor Piazzolla auf. In den 1980er Jahren trat Goyeneche als Gaststar in den Filmen El Exilio de Gardel und Sur von Pino Solanas auf.

Weil Goyeneche blond war, bekam er den Spitznamen El Polaco (Der Pole). Er wurde auf dem berühmten Friedhof Chacarita beerdigt.

Hier eine Version von „Naranjo en flor“:

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